Bacon beginnt mit einem Wort Senecas: Die Güter des Glücks sind zu wünschen, die Güter des Unglücks zu bewundern. Glück sei der Segen des Alten Testaments, Unglück der des Neuen, der größere Gnade und eine klarere Offenbarung von Gottes Gunst bringe; selbst im Alten Testament höre man auf Davids Harfe ebenso viele Klagelieder wie Freudengesänge. Er vergleicht das mit einer Stickerei: Ein helles Muster auf dunklem Grund gefällt mehr als ein dunkles auf hellem. Zum Schluss sagt er, die Tugend sei wie kostbare Duftstoffe, die am stärksten duften, wenn man sie verbrennt oder zerreibt: Glück zeigt am besten das Laster, Unglück am besten die Tugend.
Englisches Original
Certainly virtue is like precious odors, most
fragrant when they are incensed, or crushed: for prosperity doth best
discover vice, but adversity doth best discover virtue.
Deutsche Übersetzung
Gewiss ist die Tugend wie kostbare Duftstoffe, die am stärksten duften, wenn man sie verbrennt oder zerreibt: Denn das Glück bringt am besten das Laster ans Licht, das Unglück aber am besten die Tugend.
Francis Bacon · Bacons Essays · Über das Unglück · ¶ 1
Übersetzung und Erläuterungen wurden für diese Auswahl mit KI aus dem Englischen erstellt. Dies ist keine offizielle Übersetzung. Überblick und Kommentare gehören nicht zum Zitat.