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Zweisprachige Auszüge

Bacon: Wahrheit, Unglück, Freundschaft und Studium

Francis Bacon · Bacons Essays

Francis Bacon untersucht, wie Menschen urteilen und handeln. Diese Auswahl behandelt nur Über die Wahrheit, Über das Unglück, Über die Freundschaft und Über das Studium: den Reiz falscher Vorstellungen, die Tugend, die sich im Unglück zeigt, den Gewinn, sich einem Freund zu öffnen, und das Zusammenspiel von Lernen, Beobachtung und Erfahrung.

Über die Wahrheit

Frage und Argument

Bacon fragt, warum Menschen auch ohne erkennbaren Vorteil Unwahrheiten lieben. Er verweist auf schmeichelhafte Vorstellungen und verteidigt Suche und Besitz der Wahrheit in einem religiösen Rahmen. Die Freude am Anblick fremder Irrtümer bindet er an Mitgefühl statt Stolz. Schließlich verlangt er Wahrhaftigkeit auch im menschlichen Umgang.

Über das Studium

Frage und Argument

Bacon unterscheidet Freude, Schmuck der Rede und praktische Befähigung durch Studium. Er warnt vor Übermaß, Zurschaustellung und Urteilen nach starren Buchregeln. Erfahrung muss allgemeine Lehren begrenzen; Lesen soll Abwägen statt reflexhaften Widerspruchs oder Glaubens sein. Er unterscheidet Leseweisen und vergleicht bestimmte Studien mit Mitteln gegen Denkgewohnheiten. Die medizinischen Vergleiche am Schluss sind historische Behauptungen, keine geprüften Behandlungen.

Über das Unglück

Frage und Argument

Bacon beginnt mit einem Wort Senecas: Die Güter des Glücks sind zu wünschen, die Güter des Unglücks zu bewundern. Glück sei der Segen des Alten Testaments, Unglück der des Neuen, der größere Gnade und eine klarere Offenbarung von Gottes Gunst bringe; selbst im Alten Testament höre man auf Davids Harfe ebenso viele Klagelieder wie Freudengesänge. Er vergleicht das mit einer Stickerei: Ein helles Muster auf dunklem Grund gefällt mehr als ein dunkles auf hellem. Zum Schluss sagt er, die Tugend sei wie kostbare Duftstoffe, die am stärksten duften, wenn man sie verbrennt oder zerreibt: Glück zeigt am besten das Laster, Unglück am besten die Tugend.

Über die Freundschaft

Frage und Argument

Bacon zitiert zunächst das alte Wort, wer die Einsamkeit liebe, sei entweder ein wildes Tier oder ein Gott, und sagt, darin seien Wahres und Falsches gemischt; die Menschen verstünden kaum, was Einsamkeit ist, denn ohne Liebe ist eine Menge keine Gesellschaft. Dann nennt er drei „Früchte“ der Freundschaft. Die erste betrifft die Gefühle: Wer sich einem Freund anvertraut, erleichtert sein Herz, geteilte Freude verdoppelt sich, geteiltes Leid halbiert sich; er nennt auch viele Herrscher, die einen engen Freund brauchten. Die zweite betrifft den Verstand: Im Gespräch mit einem Freund werden die Gedanken klar, ein offener Rat ist besser als die Schmeichelei gegenüber sich selbst und schützt vor verstreuten, widersprüchlichen Ratschlägen. Die dritte ist praktisch: Ein Freund kann vieles für dich tun, was du selbst nicht tun kannst oder nicht rechtzeitig schaffst, als hättest du zwei Leben.

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Übersetzung und Erläuterungen wurden für diese Auswahl mit KI aus dem Englischen erstellt. Dies ist keine offizielle Übersetzung. Überblick und Kommentare gehören nicht zum Zitat.

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