Das Bildnis des Dorian Gray: Auszüge aus der Vorrede und Kapitel II
In Oscar Wildes Das Bildnis des Dorian Gray malt Basil Hallward den schönen jungen Dorian Gray, den Lord Henrys Reden über den Genuss verwandeln. Dorian wünscht sich, dass das Bild an seiner Stelle altert. Diese Auswahl liest nur die Vorrede und Kapitel II: von Wildes Sätzen über Kunst und Moral bis zu dem Moment im Atelier, in dem Dorian begreift, dass seine Jugend vergeht, und dafür seine Seele geben will.
Vorrede
Worum es in der Vorrede geht
In der Vorrede verteidigt Wilde die Kunst mit einer Reihe kurzer Aphorismen: Der Künstler ist der Schöpfer schöner Dinge, Bücher sind gut oder schlecht geschrieben, und Kritik verrät zuerst den Kritiker. Alle Kunst spiegle den Betrachter, und Streit über ein Werk zeige, dass es neu und lebendig sei. Am Ende heißt es, alle Kunst sei ganz und gar nutzlos. Wilde schrieb die Vorrede, nachdem der Roman zuerst in einer Zeitschrift erschienen war und moralische Kritik ausgelöst hatte.
Kapitel II
Die Handlung dieses Kapitels
Dorian Gray kommt in Basils Atelier, um ein letztes Mal für das fast fertige Bildnis zu sitzen. Basil wollte nicht, dass er Lord Henry kennenlernt, doch Lord Henry bleibt. Während Basil malt, spricht Lord Henry mit Dorian über die Seele, die Versuchung und die Jugend, und Dorian ist tief bewegt. Im Garten sagt ihm Lord Henry, die Jugend sei das Einzige, was zu besitzen sich lohne, und sie vergehe schnell. Zurück im Atelier sieht Dorian das fertige Bild und begreift zum ersten Mal, dass er altern wird, das Bild aber jung bleibt; er würde alles geben, sogar seine Seele, damit das Bild an seiner Stelle altert. Basil will die Leinwand zerstören, Dorian hält ihn zurück, und Lord Henry nimmt ihn schließlich mit ins Theater.
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